Änderungen der Planung unbedingt vermeiden !

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Ratgebertext Querinfos
Jeder Bauwillige hört von den verschiedensten Seiten immer wieder, warum Verteuerungen von Bauprojekten überhaupt eintreten. Häufigste Aussage ist, die Baukostenüberschreitungen würden durch nachträgliche Änderungswünsche des Bauherren verursacht. Wenn das auch nicht die alleinige Ursache ist, so liegt in der Tat hier einer der Hauptgründe für die Verfehlung des Kostenziels.

Durch eine Änderung von Ausführungsvorgaben zu einem späten Zeitpunkt begibt sich der Bauherr aus mehreren Gründen in eine grundsätzlich nachteilige Position:

Wird innerhalb eines bestehenden Auftrages eine Leistungsposition geändert, kostet die neue Position immer mehr als die exakt gleiche Position vor Auftragserteilung gekostet hätte. Dies ist mit dem organisatorischen oder planerischen Mehraufwand beim Auftragnehmer nur unzureichend zu erklären, die Praxis zeigt jedoch, es ist so !

Eine nachträgliche Änderung, die genehmigungsrelevant ist, z.B. statische Änderungen, kosten einen erheblichen planerischen Zusatzaufwand, schlimmstenfalls bis hin zur event. erforderlichen Nachprüfung beim Prüfstatiker.

Muß eine bereits ausgeführte Arbeit noch einmal geändert werden, fallen Material- und Lohnkosten gleich doppelt an.

Verzögert die Änderung einer geplanten Ausführung den terminlichen Ablauf des Gewerkes, werden unter Umständen Folgegewerke behindert. Dies kann dazu führen, daß ein Folgegewerk nicht plangemäß beginnen kann, Ausfallzeiten zu bezahlen sind und Wartezeiten auf den mittlerweile abgerückten Folgeunternehmer in Kauf zu nehmen sind.

Alle diese Konsequenzen bringen eine Menge Ärger und zumeist eine Menge Mehrkosten mit sich, die bei ausreichender Vorplanung zu verhindern gewesen wären. Grundsätzlich muß eine Zielsetzung für eine kostenorientierte Bauabwicklung sein, kostenrelevante Planungsänderungen unter allen Umständen zu vermeiden.

Unsere BIG-Software bietet durch die transparente, detaillierte Aufschlüsselung aller Gewerke eines Bauvorhabens die gute Aussicht derartige Änderungen vermeiden zu können. Bei der Aufstellung des Kostenplanes wird sich der interessierte Bauherr mit allen technischen Problemen in einem frühen Stadium beschäftigen. Die meisten Fragen, die sich auftun, werden schon im Planungsstadium besprochen und zu einer Lösung gebracht und nicht erst auf der Baustelle, wo keine Zeit zum langen Überlegen ist. Insbesondere die gewissenhafte Aufstellung des Raumbuches zwingt den Bauherren und seine Angehörigen (viele Änderungen gehen auf das Konto der Ehefrau) dazu, die Fragen des Raumbedarfs sowie der technischen Einrichtung und der qualitativen Ausstattung jedes Einzelraumes zu durchdenken und seine Entscheidungen niederzuschreiben. Allein dieser Vorgang der schriftlichen Niederlegung der Ergebnisse führt erfahrungsgemäß später zu einer größeren Disziplin bei der planungsgemäßen Umsetzung in die Wirklichkeit.

Der Bauherr sollte sich zum Ziel setzen, diese ganzen Planungsüberlegungen in Abstimmung mit dem Architekten innerhalb eines bestimmten Zeitraumes durchzuführen und dann definitiv abzuschließen. Wenn eine Art Redaktionsschluß herbeigeführt wird, der allen Beteiligten deutlich bekanntgemacht wird, ist eine Hemmschwelle aufgebaut, die leichtfertige oder impulsive Änderungswünsche bremst.

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