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Material- und Leistungskatalog |
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BIG-Plus beinhaltet eine zentrale Verwaltung für alle Materialien und Leistungen, die in den Planungsbüchern Anlagenbuch, Baukörperbuch und Raumbuch kostenmäßig angesetzt werden. Für alle vorkommenden Gewerke können Materialien und Leistungen definiert werden, auf die dann im Zuge der Aufstellung von Baukörperbuch und Raumbuch zugegriffen wird.
Wie ist der Material-/Leistungskatalog (MLK) organisiert ?
Die Materialien werden in 4 hierarchisch organisierten Gliederungsebenen verwaltet.
Die erste Gliederungeebene gibt den vorwiegenden Verwendungszweck der Materialien/Leistungen an, nämlich die vorwiegende Verwendung im Anlagen-, Baukörper- oder Raumbuch.
Die zweite Hierarchieebene ist analog zu den Kostenplanungsmodulen die Kostenelement-Gruppe. Die Benennung der Kostenelement-Gruppen ist durch die entsprechenden Begriffe aus den Kostenplanungsmodulen festgelegt. Diese Begriffe können übergeordnet in der Konfiguration der Kostenplanungs-Module verändert werden. Im Material-/Leistungskatalog ist den Klartextbegriffen für die Kostenelement-Gruppe ein Kürzel A1 ... A8, B1 ... B8, R1 ... R8 zur Kennzeichnung des Verwendungszweckes in Anlagen-, Baukörper- oder Raumbuch vorangestellt. Jeweils 8 Kostenelementgruppen sind definiert.
Die dritte Hierarchiestufe lehnt sich an die Kostenelementart der Kostenplanungsmodule Anlagen-, Baukörper- oder Raumbuch an. Die Kostenelementart ist der Oberbegriff für mehrere Material- oder Leistungsqualitäten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Jeder Kostenelementgruppe in den Kostenplanungsmodulen (z.B. Dächer) können bis zu 6 Kostenelementarten (z.B. Dachstuhl, Dacheindeckung, Dachentwässerung) zugeordnet werden. Sie können im Material-/Leistungskatalog die gleiche Anzahl und Texte verwenden, können aber auch beliebig feiner untergliedern oder statt der bauteilorientierten Begriffe gewerkorientierte Begriffe wählen (z.B. Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Spenglerarbeiten).
Die unterste Gliederungsebene sind konkret das Material bzw. die Leistung. Hier ist eine eindeutige, detaillierte Beschreibung des Materials bzw. der Leistung abgelegt, die im Normalfall aus dem fertig übernommenen Inhalt eines internen oder externen Baupreis-Datensatzes besteht, nämlich aus Kurztext, Langtext, Baupreis, Dimension, Verschnittzuschlag und Kostenstruktur-Zuordnung.
Wie erfolgt die Verwendung von Materialen/Leistungen in der Kostenplanung ?
Im Zuge der Bearbeitung der Kostenplanungsmodule Anlagen-, Baukörper- oder Raumbuch werden normalerweise die im MLK vordefinierten Materialien und Leistungen als qualitative Definition eines Kostenelementes eingesetzt. In den einzelnen Anlagen, Bauabschnitten und Räumen kommt mit der Aufstellung der Kostenelemente dann die jeweilige Mengenkalkulation als quantitative Definition hinzu.
Somit werden die Materialien/Leistungen in vielen aufgestellten Kostenelementen jeweils in den unterschiedlichsten Mengen verwendet. Der Material-/Leistungskatalog summiert diese Mengen automatisch auf. Nach jeder Änderung eines Kostenelementes im Anlagen-, Baukörper- oder Raumbuch wird neu aufsummiert. Ein stets aktueller Auszug über alle in der Kostenplanung eingesetzten Materialien und Leistungen ist das Ergebnis - eine wichtige Basis für Materialbestellungen und die jederzeit abrufbaren Kostenübersichten.
Was ist ein Hilfsmaterial ?
Neu ist das Handling von Hilfsmaterialien. So können einem Material bis zu 3 Hilfmaterialien fest zugeordnet werden. Dieses Hilfsmaterial mit eigenem Kurtext, Langtext und Baupreis ist über einen variablen Faktor mit dem Mengenwert des Hauptmaterials verknüpft. Z.B. sei die Dimension des Hauptmaterials m2, die Dimension des Hilfsmaterials kg und der Faktor 1,5. Bei Verwendung des Hauptmaterials in der Kostenplanung, wird für jeden angesetzen m2 des Hauptmaterials automatisch eine Hilfmaterialmenge von 1,5 kg/m2 automatisch mit angelegt. Standardmäßig immer gleiche Kombinationen von Materialien (z.B. Teppich/Teppichkleber, Estrich/Ausgleichsspachtel) in einem bestimmten Mengenverhältnis können über die Hilfsmaterialfunktion vordefiniert werden und verringern damit den Eingabeaufwand dramatisch.
Was ist beim Einsatz von Hilfsmaterial zu beachten ?
Haupt- und Hilfsmaterialien und -leistungen sind ausführungsorientiert zu definieren. Das Hilfsmaterial muß dem gleichen Vergabelos (Auftragspaket) zuzuordnen sein, da bei der Definition von Losen, Leistungsverzeichnissen und Aufträgen Haupt- und Hilfsmaterial immer zusammen verarbeitet werden. Es macht also nur Sinne Haupt-/Hilfsmaterial(leistungs)paarungen zu definieren, wenn ein Unternehmer später beide Leistungen zusammen ausführt.
Als bloße Planungsvereinfachung bei gleichen Mengenansätzen (z.B. Mauerwerk und Innenputz) macht das keinen Sinn, da nicht beide Leistungen vom gleichen Auftragnehmer ausgeführt werden.
Material/Leistungskategorien ( Auswahl )
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