Kleine Unebenheiten im Deckenauflager werden nachträglich unterfüttert, größere
Unebenheiten beseitigt man vor dem Verlegen der Fertigteile durch eine
Mörtel-AusgIeichschicht. Dazu eventuell Schalbretter mit waagerechter
Oberkante anbringen, die Mörtelschicht darüber sauber abziehen.
Viele Schalungsstein-Bauherren entscheiden sich für die Halbfertigteildecke
(Filigrandecke), die im Kapitel "Der Rohbau aus Porenbeton" bereits ausführlich
vorgestellt wurde. Die Zusatzarbeiten (Unterbau stellen, bewehren, betonieren)
sind bei diesem Deckentyp zwar recht mühsam, die Decke paßt aber gut zur
Schalungsstein-Idee: Ein ganzes Haus aus einem Guß sozusagen. Und wenn man
ein Beton-Vorratssilo auf der Baustelle stehen hat, liegt die Ersparnis vielleicht
in einem so interessanten Bereich, daß sich die Mehrarbeit wirklich lohnt. Ansonsten
sind die Hohlplattendecke (ebenfalls im Porenbeton-Kapitel erläutert) oder die
Hohlkörperrippendecke die bessere, weil bequemere Alternative. Die preiswerteste
(aber zeitintensivste) Decke ist die Hohlkörperrippendecke. Vorteil: Weil man
einzelne Füllsteine zwischen durchgehende, relativ leichte Gitterträger legt,
kann ohne Kran gearbeitet werden. So ein Deckensystem können also auch Selbst-
bau-Einzelkämpfer in den Griff bekommen, die keine Helfer haben.
Nicht nur die Vorbereitung, sondern auch die Nachbereitung der unterschiedlichen
Deckenarten ist wieder gleich: Rand abmauern, Zusatzbewehrung einbringen und
ausbetonieren. Bei der Filigrandecke wird die gesamte Fläche, bei der
Hohlplattendecke wird ein Ringanker über alle tragenden Wände betoniert. Bei
der Rippendecke zieht man zusätzlich auch über den Gitterträgern eine Betonschicht
auf. Achtung: Die Stützen unter den Decken müssen nach dem Betonieren mindestens
drei bis vier Wochen stehenbleiben. Im Zuge der Deckenverlegung wird auch die Treppe
vom Keller ins Erdgeschoß eingebaut. Ob Fertigteil oder Ortbeton: Der Treppenbau
läuft nach demselben Schema ab wie beim Porenbeton-Rohbau.
Vor dem Verfüllen der Baugrubenarbeitsräume Kellerwände abdichten
Damit der Keller über Jahrzehnte trocken bleibt, müssen alle Kellerwände, die
Bodenkontakt haben, sorgfältig abgedichtet werden. Am besten sind Bitumen-Spachtelmassen
geeignet, die man auf den vorbereiteten Untergrund aufträgt: lose Teile und Staub
entfernen, Löcher und Risse in der Wand spachteln. Im Bereich des Fundamentvorsprungs
unbedingt eine "Hohlkehle" anlegen. Wichtig: Lesen Sie vor dem Auftragen der
Spachtelmasse die Verarbeitungshinweise des Herstellers.
Auf der groben Schalungsstein-Oberfläche funktioniert noch eine andere Technik:
Zuerst wird ein spezieller Sperrputz aufgespachtelt, darüber kommt ein dreifacher
Deckanstrich auf Bitumenbasis.
Achtung: Alle Bitumenanstriche und die meisten Bitumen-Spachtelmassen sind nur für
nichtdrückendes Wasser (Boden- feuchtigkeit) geeignet. Steht das Haus im Grundwasser
(drückendes Wasser), muß der Keller von Fachleuten als wasserdichte Betonwanne
ausgeführt werden, oder man nimmt spezielle Bitumen-Spachtelmassen, die auch
drückendem Wasser standhalten.
Die letzten Arbeitsschritte beim Kellerbau: Drainage legen, Lichtschächte anbringen,
Baugrubenarbeitsraum verfüllen.