Andy Warhols "Factory" dürfte das wohl berühmteste Loft sein. Bereits Ende des 19.
Jahrhunderts entstand erstmals der Begriff "Loft": Als nicht sehr betuchte Künstler
in Metropolen wie New York, London oder Paris leer stehende Fabriken und Lagerhallen
einrichteten, um dort zu wohnen und zu arbeiten. Was zu jener Zeit einer Handvoll
Künstlern und Bohemians vorbehalten und bei der Mehrheit der braven Burger" verpönt war,
spricht heute breite Kreise an. Das Loft erfreut sich großer Beliebtheit und übt auf
viele eine Wohn-Faszination aus. Kein Wunder - bestechen Fabriketagen durch eine besondere
Atmosphäre und puristische Ausstrahlung. Sie bieten Weite, Offenheit und hohe,
lichtdurchflutete Räume. Doch wer sich heute den Traum vom weiten Raum verwirklichen möchte,
muss häufig etwas tiefer in die Tasche greifen: Das Angebot ist kleiner als die Nachfrage.
Wie Sie den Traum vom Loft dennoch realisieren können, zeigt Ihnen Thomas Drexel in seinem
Buch. Hier erfahren Sie, wie die Fabrik zum Vorzeigeobjekt wird, und was Sie beim Erwerb,
Sanieren und Einrichten alles beachten müssen. Um den Charme alter Fabrikhallen zu bewahren,
sollten wertvolle Bauteile erhalten werden. Das einzigartige, raue Flair einer "Factory"
erwächst aus der Summe erhaltenswerter Details wie unverputzter Wände, alter Industrie-Lichtschalter,
im Gebäude verbliebener Regelarmaturen oder alten Stahltüren. Auf einen Architekten sollte
man deshalb auf keinen Fall verzichten; den richtigen für eine sensible Loft-Sanierung,
zu finden, ist allerdings nicht immer einfach. Behörden und Stellen des Denkmalschutzes
bieten Ihnen da oft eine grosse Hilfe mit Referenzprojekten aus der Vergangenheit.
Anhand solcher Aufstellungen fällt es leichter, einen fähigen und dem Persönlichen Stil
entsprechenden Architekten zu finden.
Die zahlreichen Bildbeispiele in Thomas Drexels "Lofts" verdeutlichen die immense Bandbreite
architektonischer wie innenarchitektonischer Möglichkeiten. "Lofts" ist zudem das erste Buch,
das ausschließlich Projekte aus dem deutschsprachigen Raum vorstellt. Das Buch ist also ein
Muss für alle, die dem Charme der Industriekultur erlegen sind und sich ihre eigene
"Factory" schaffen wollen.