Endlich mal wieder eine Dokumentation zum Archetyp des Einfamilienhauses. Das Buch "Moderne Giebelhäuser" zeigt 30 innovative Objekte Lässt man Kinder ein Haus malen, sieht es dem Haus vom Nikolaus ähnlich, natürlich vollflächig ausgemalt. Ein mehr oder weniger quadratischer Körper mit einer Tür und zwei Fenstern auf dem oben ein schmuckes Dreieck trohnt, das Dach. Was zeigt, dass diese Bauform bei uns in Europa dem Instinkt nach Geborgenheit gerecht wird. Seit den 1990er Jahren erfährt dieses "zeichenhafte Haus" eine Renaissance und ist wieder zu einer ernst zu nehmenden Alternative zum Flachdachbau geworden. Aber das gewohnte Giebelhaus wird nun modern interpretiert: als Wohnkasten mit bündig aufgesetztem Satteldach - und gleicht so wieder dem Urtypen, dem Haus vom Nikolaus. Andreas K. Vetter greift diesen Trend in seinem Buch "Moderne Giebelhäuser" auf und zeigt anhand von 30 aktuellen Beispielen die neue Ästhetik und die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten moderner Giebelhäuser. Zehn aus Deutschland, sechs aus Österreich, sieben aus der Schweiz sowie sieben aus dem westlichen und nördlichen Europa zeugen von der Wiederentdeckung des Urtyps auf breiter Front. Die große Bandbreite der Entwürfe mit einer Materialvielfalt von Glas über Beton bis zum Reetdach wird in den detaillierten Projektdarstellungen deutlich. Dazu geben weit über 300 Abbildungen und Pläne Aufschluss über die Individualität unter dem Satteldach. Damit dürfte Andreas K. Vetter das Standardwerk zum Giebelhaus gelungen sein. Und zwar nicht nur für jene, die durch örtliche Bauvorgaben an die Giebelbauweise gebunden sind, sondern für alle, die vom Wohnen unter Satteldach träumen. Und das sind nicht nur die Kinder ... |