Checklisten - und es läuft


Kostenmanagement mit dem PC für kostenbewusste Bauherren



Eine der einträglichsten Eigenleistungen für den engagierten Bauherren ist die Durchführung einer konsequenten Kostenplanung und Kostenkontrolle. Diese Eigenleistung birgt wahrscheinlich den besten Zeitaufwand/Nutzeffekt aller möglichen Selbsthilfeanstrengungen. Der Nutzeffekt ist oft nicht so leicht nach Mark und Pfennig zu beziffern, da die Zielsetzung ja die Vermeidung von Baukostenüberschreitungen ist. Bei konsequenter Durchführung können Überschreitungen des Kostenbudgets mit großer Wahrscheinlichkeit vermieden werden. Finanzierungsinstitute empfehlen zumeist, eine Finanzierungsreserve von etwa 10 % einzuplanen. Wir reden also von 30 - 50000 DM, die aus Erfahrung nachzufinanzieren sind. Wenn es uns gelingt, die Mehrkosten zu vermeiden, erkennen Sie die Größenordnung des möglichen Nutzeffektes von effektivem Baukosten-Management. Die besten Chancen bestehen, wenn man sofort beginnt.





Ermitteln des Mengengerüstes Um Baukosten zu kontrollieren, muss man das verfügbare Budget vorplanen. Da eine Kostenplanung nur auf Basis des umbauten Rauminhaltes des Objekts viel zu grob und ungenau ist, benötigt man als Ausgangsbasis ein Mengengerüst. Wir müssen genau wissen, welche Materialmengen zu kaufen und zu verarbeiten sind. Diese Mengenermittlungen erfolgen mit den BIG-Programmen größtenteils im komfortablen Bildschirm-Dialog.  
Aufstellung des Raumbuches Die Innenausbauarbeiten sind zumeist der größte Kostenblock. Um hier Übersicht und Transparenz einzubringen, wird ein Raumbuch aufgestellt. Zu jedem Raum wird haarklein definiert, welches Material, mit welchen Eigenschaften und zu welchem Preis benötigt wird. Nichts wird vergessen und der Kostenrahmen ist festgelegt.  
Bemusterung aller Einzelräume Das Raumbuch bietet die Möglichkeit alle Ausstattungsdetails festzulegen. Welcher Estrich und Putz, welche Bodenfliesen, welche Innentüren und welche Installationen. Alle Entscheidungen werden frühzeitig durchgespielt, bevor Geld ausgegeben wird. Man kann sofort erkennen, ob die vorgesehene Ausstattung in den verfügbaren Kostenrahmen passt. Die BIG-Programme gestatten auch nachträgliche Abänderungen der Ausstattung und die Betrachtung von Kostenalternativen.  
Aufstellung von Materiallisten Alle für den Innenausbau vorgesehenen Materialien werden nach der Aufstellung des Raumbuches in Materiallisten zusammengefasst. Alle in den verschiedenen Räumen eingeplanten Einzelmengen werden, für jedes einzelne Material, zum jeweiligen Gesamtbedarf addiert und bilden damit die Grundlage für Kostenplan und Ausschreibungen. Nachträgliche Änderungen im Raumbuch führen automatisch zu einer Neuberechnung der Materiallisten.  
Aufstellung des Kostenplans Der Kostenplan kann in den BIG-Programmen sehr fein in Hauptgewerke, Gewerke und freidefinierte Positionen strukturiert werden. Für die Planung jeder Position kann auf den Bauzahlen(Mengenwerte)-Vorrat und auf die Baupreise-Datenbank zugegriffen werden. Menugesteuert werden die benötigten Werte zusammengeklickt. Im Kostenplan werden den geplanten Kosten später automatisch die richtigen Istkosten gegenübergestellt.  
Nutzung der Baupreise-Datenbank Die in den BIG-Programmen enthaltene Baupreise-Datenbank stellt Ihnen zu jedem Gewerk mehrere Auswahlpositionen mit verschiedenen Materialausführungen zur Verfügung. Sie können wahlweise die Kosten für das Material oder den kompletten Einbau abrufen. Die Datenbank kann mit Ihren eigenen selbst recherchierten Daten ergänzt werden.  
Erfassen der entstandenen Kosten Alle Zahlungen werden komfortabel verbucht und von den BIG- Programmen automatisch den zugehörigen Plankosten gegenübergestellt. Sie brauchen einen einmal verbuchten Beleg kein zweites mal anzufassen. Die Listen fürs Finanzamt erzeugen Sie per Mausklick - bereits durch diese große Zeitersparnis rechnet sich der günstige Anschaffungspreis der Software.  
Plan/Ist-Kostenvergleich Kostenmanagement erfordert neben der Kostenplanung auch eine Kostenkontrolle. Durch die ständige, transparente Gegenüberstellung von Plan- und Istkosten werden Überschreitungen der Kosten in einzelnen Gewerken frühzeitig erkannt - Grundvoraussetzung für das Einsetzen effektiver Kostensteuerungsmaßnahmen. Der Kostenvergleich kann in den BIG-Programmen auf Gesamtprojektebene mit den Hauptgewerken oder, noch feiner untergliedert, auf der Hauptgewerkebene mit den einzelnen Gewerkbeträgen angesehen werden.  
Kostensenkungsstrategien Je nachdem welche Kostenüberschreitung in welchem Gewerk aufgetreten ist, können verschiedene Kostensenkungsüberlegungen angestellt werden. Der Kostenplan bietet die Zahlen und Fakten, um ganz genau zu übersehen, an welcher Stelle, welche Beträge einzusparen sind. Alle Oberlegungen können sofort in Mark und Pfennig - natürlich auch in Euro - angestellt werden. Wenn Kostenüberschreitungen frühzeitig erkannt werden - die Weichen dafür sind ja gestellt - findet sich meist ein Weg, die Verteuerung auszugleichen.  



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