Baukosten senken - auf die Strategie kommt es an !

Kostenkompensation durch Differenzenverbuchung

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Maßnahmenbeschreibung Querinfos
Vorrangiges Ziel einer effektiven Kostenplanung und Kostenkontrolle ist die Einhaltung der Gesamtkosten der Baumaßnahme.

- Die Kostenplanung setzt die Baumaßnahme in einen definierten Kostenrahmen. Jeder Komponente des Objekts (Hauptgewerke, Gewerke> wird ein genau bemessener Kostenbetrag - die sogenannten Plankosten - zugewiesen, der basierend auf Erfahrungs- oder Vergleichswerten ausreicht, um die Komponente fertigzustellen.

- Die Kostenkontrolle wacht darüber, daß der jedem Gewerk zugewiesene Kostenbetrag nicht überschritten wird. Zu diesem Zweck werden - möglichst zeitnah - jedem Plan- oder Sollkostenbetrag alle sachlich zuzurechnenden tatsächlichen Ausgaben, die Istkosten, gegenübergestellt. Kostenüberschreitungen werden so frühzeitig erkannt.

Was ist zu tun, wenn Kostenüberschreitungen auftreten ?

Jetzt muß die dritte Komponente des Kostenmanagements, die Kostensteuerung einsetzen. Unter Kostensteuerung werden alle Maßnahmen verstanden, die dazu dienen, die Höhe oder den Zeitpunkt des Auftretens der tatsächlich entstehenden Istkosten zu beeinflussen. Wenn man trotz aufgetretener Kostenüberschreitungen (Istkosten höher als Plankosten) die Gesamtkosten der Maßnahme einhalten möchte, spätestens dann müssen wirksame Kostensteuerungsmaßnahmen einsetzen.

Wie werden Kostensteuerungsmaßnahmen eingeleitet?

Die Kostensteuerung wird in zwei Schritten durchgeführt. Der erste Schritt besteht, wie immer, in der sorgfältigen Planung der Kostensteuerungsmaßnahme - der sich anschließende zweite Schritt ist die praktische Umsetzung. Wichtig ist, die Kostensteuerungsmaßnahmen nicht übereilt oder unüberlegt, sondern nur nach reiflicher Abwägung des Für und Wider einzuleiten.

Eingriffe in den reibungslosen Ablauf eines Projektes führen fast immer zu Folgeproblemen. Diese wollen erkannt und in ihren Konsequenzen zu Ende durchdacht werden. Der Kostenbeobachter muß sich darüber klar sein, daß es wenig Sinn macht, eine Kostenüberschreitung in einem Gewerk mit einer Gewalt-Sparaktion in einem einzigen anderen Gewerk ausbügeln zu wollen. Die Praxis zeigt vielmehr, daß es sinnvoll ist, die zu erwirtschaftende Kosteneinsparung durch moderate Maßnahmen in gleicbzeitig mehreren Bereichen zu realisieren.

Im folgenden wird die Methode der Differenzenverbuchung beschrieben. Diese Methode basiert auf dem gewissenhaft aufgestellten Kostenplan. Wird dieses Werkzeug frühzeitig eingesetzt - d.h. sobald sich erste Verteuerungen abzeichnen, was viel früher liegen kann und muß als der Zeitpunkt der Rechnungslegung - bestehen oft sogar gute Chancen, die Gesamtkosten ohne große Kosteneinsparungsaktionen einzuhalten.

Lesen Sie : Differenzenverbuchung, was ist das ?

Die dann im zweiten Schritt einsetzbare Palette der praktisch umsetzbaren Maßnahmen zur Kosteneinsparung werden im Artikel "Was tun, wenn's mal zu teuer wird" eingehend beschrieben.

Lesen Sie : Was tun, wenn's mal zu teuer wird

2000 Dipl.Ing. Hans-Peter Schmitz, Erftstadt   Homepage  Email