Argumente für planerische Eigenleistung durch Bauherren |
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| Ratgebertext | |
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1) Nicht alle zur Architektenleistung gehörenden Teilaufgaben müssen zwingend von einem
Architekten oder Fachingenieur bearbeitet werden. In Ein-Mann-Planungsbüros, mit dem Zwang
für den Inhaber, alles selbermachen zu müssen, ist das mit ein Grund dafür, warum Routine-
und „Fleißaufgaben“ oft garnicht oder nur mit mangelnder Hingabe erledigt werden. Fast alle
Architekten lieben die anspruchsvolle, kreative Entwurfsarbeit - bei der Ausarbeitung
von Details oder bei der Aufstellung von Ausschreibungen sieht es oft anders aus.
In einem größeren Büro werden die Routine-Tätigkeiten schon aus Kostengründen von
Bauzeichnern, manchmal sogar von angelernten Bürokräften durchgeführt. Eine mit wenig
Erfahrung, aber mit Motivation und Sorgfalt erbrachte Leistung des Bauherren - auch wenn
nicht völlig ohne Fehlerrisiko - ist im Ergebnis allemal besser, als die Leistung, z.B.
eine Kontrollaufgabe, garnicht duchzuführen.
2) Das Spektrum der Bauherren-Qualifikationen ist sehr vielfältig. Viele Bauherren üben sehr qualifizierte Berufe, manchmal sogar auf artverwandten Gebieten, aus. Warum sollten vorhandene, übertragbare Fähigkeiten und Kenntnisse nicht am eigenen Bauprojekt, dazu noch kostensparend eingebracht werden. 3) Allein die Tatsache, daß der engagierte Bauherr tagtäglich auf der Baustelle anzutreffen ist, zeichnet ihn einfach für bestimmte Kontrolltätigkeiten aus (Fortschrittskontrolle, Handwerkerkoordination, zeitnahe Aufmasskontrollen, Bautagebuch). 4) Die heute verfügbaren Informationsquellen (Bauherrenseminare, Fachzeitschriften, Fachbücher) und Methoden ( z.B. Bauherren-Software für das Kostenmanagement ) sind zumeist so spezifisch aufbereitet, daß selbst kompliziert erscheinende Abläufe auch vom privaten Bauherren verstanden werden und in Eigenleistung durchführbar sind. |