Baukosten senken - auf die Strategie kommt es an !

Spätenstens jetzt den ersten Kostenplan aufstellen

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Maßnahmenbeschreibung Querinfos
Wenn Planungsalternativen zum Bauvorhaben durchgepielt werden sollen, um die

- Grundriß- und Baukörpervarianten
- angewandten Konstruktionsweisen
- verwendeten Baustoffe
- realisierten Ver- und Entsorgungskonzepte
- eingebaute Energietechnik

zu optimieren, muß eine erste Kostenplanung verfügbar sein. Ohne diese erste Kostenschätzung ist es kaum möglich, die überlegten Varianten mit ihren Auswirkungen auf die jeweiligen Baukosten einzuordnen. Am besten geht man so vor, daß im ersten Schritt eine Basisvariante aufgestellt und kostenmäßig bewertet wird. Diese Basisvariante fungiert dann als Ausgangspunkt für die kostenmäßige Bewertung aller Planungsalternativen.

Es ist zumeist so, daß Alternativausführungen von Konstruktionen oder Baustoffen nicht nur das Gewerk selbst betreffen, sondern auch in Nachbargewerke hineinwirken. Auch diese Einflüsse müssen kostenmäßig bewertet werden, will man eine fundierte Entscheidung zwischen den betrachteten Alternativen treffen.

So hat z.B. die Fragestellung, ob eine von innen sichtbare Balkenkonstruktion im Dachgeschoß gewünscht wird, nicht nur Kosteneinfluß auf das Gewerk Statik und Dachstuhlarbeiten, sondern auch auf die Dachdeckungsarbeiten, die Isolierung, vielleicht sogar auf die Heizungsanlage und den Deckenflächen-lnnenausbau, wie Holzarbeiten, Tapezier- und Anstricharbeiten. Sie sehen, ein strukturierter Kostenplan ist unerläßlich.

Den Kostenplan stellt der Bauherr am besten zusammen mit seinem Architekten auf. Der Architekt hat diese Leistung, wenn er entsprechend beauftragt ist, in seinem Leistungsumfang nach HOAI enthalten.

Nach DIN 276 wird die Kostenaufstellung über Bauteile strukturiert. So gibt es z.B. das Bauteil "Tragende Außenwände". Hierunter fallen dann die Kosten für das Mauerwerksmaterial, den Innenputz, die Außenwandverkleidung, Fensteranteile usw. Für den Bauherren ist diese Struktur nicht so glücklich anzuwenden, weil hier die Zuordnungsmöglichkeit zu den später vergebenen Aufträgen fehlt. Diese wird erst in einer späteren Phase bei der Aufstellung der Ausschreibungen, die dann zu Aufträgen und zu Gewerkabrechnungen führen, möglich.

Anmerkung zur PC-Durchführung
Unsere Kostenmanagement-Programme unterstützen eine dem Bauherren leichter zugängliche Kostenstruktur nach Gewerken, BIG-Plus auch die nach DIN 276. Hier kann aufgeschlüsselt nach Hauptgewerken und Gewerken - auch vom Bauherren unter Zuhilfenahme eines Baufachmannes - ein fein strukturierter, gewerkorientierter Kostenrahmen definiert werden. In BIG-Plus kann der zuerst Bauteilorientierte Kostenplan später automatisch in einen gewerkorientierten Kostenplan umgewandelt werden, der dann die Ausgangsbasis für die später erzeugten Ausschreibungen darstellt.


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