Welches Ausbauhaus kommt denn in Betracht ? |
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| Maßnahmenbeschreibung | Querinfos |
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Ist die Entscheidung für eigene vier Wände gefallen. müssen Sie auswählen, welches Haus Sie bauen wollen: Ein frei stehendes Einfamilienhaus, ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte. Nahezu jeder Typ eignet sich mehr oder weniger auch als Ausbauhaus. Sie können das Haus von einem Architekten individuell planen und entwerfen lassen, ein Fertighaus kaufen oder eigene vier Wände nach dem Projekt eines Bauträgers in einer Siedlung oder in einem Wohnpark erwerben. Die Wahl entscheidet nicht nur über die Kosten und den Termin des Umzugs ins eigene Heim, sondern bei den vielen verschiedenen Varianten auch über den Grad der Eigenleistungen. Frei stehend, in der Reihe oder im Doppel? Die meisten Familien wünschen sich ein frei stehendes Eigenheim. Das entspricht am ehesten ihren Vorstellungen von ungezwungenem Wohnen. Die Freiheit hat ihren Preis: Das Haus mit dem Garten rundherum ist die teuerste Lösung, sowohl bei den Baukosten als auch beim Baugrundstück. Vorteile und Nachteile unterschiedlicher Haustypen auf einen Blick: Das frei stehende Eigenheim Vorteile: Sie können im Rahmen der Bauvorschriften und örtlichen Gegebenheiten frei planen und gestalten. Das betrifft Grundrisse, den Baukörper und die Ausrichtung des Gebäudes. Der Wohnwert ist sehr hoch, die Familie kann sich im näheren Wohnumfeld ungezwungen entfalten, der Garten bietet viel Platz und wird allein genutzt. Deshalb ist es die optimale Lösung für Familien mit Kindern. Das frei stehende Eigenheim in guter Lage hat von allen Haustypen den höchsten Prestigewert und weist die beste Wertentwicklung auf. Nachteile: 400 bis 500 Quadratmeter Baugrund sind nötig. In Ballungsgebieten sind solche Grundstücke knapp und teuer. Wer auf billigeren Grundstücken am Stadtrand oder auf der grünen Wiese baut, muss die höheren Fahrtkosten berücksichtigen. Erschließung des Grundstücks und der Hausanschluss verursachen beim frei stehenden Eigenheim höhere Kosten als bei anderen Haustypen. Auch beim Unterhalt ist das frei stehende Eigenheim die teuerste Lösung, weil der Energieverbrauch hoch ist. Tipp: Planen Sie einen möglichst kompakten Baukörper, der optimal nach der Himmelsrichtung ausgerichtet wird. Das Reihenhaus Vorteile: Hier ist der Baulandverbrauch am geringsten, 150 bis 200 Quadratmeter reichen aus. Deshalb sind auch Grundstücke in Stadtrandlagen bezahlbar. Auch Mitbau- und Ausbauhäuser sind möglich. Reihenhausanlagen eignen sich auch für Selbsthilfe- und Gruppenselbstbauprojekte. Die Erschließungskosten sind bei Reihenhausanlagen am geringsten. Deutliche Vorteile auch beim Unterhalt: Bei gleicher Wärmeisolierung sind die Heizkosten im Reihenmittelhaus bis zu 50 Prozent geringer als im frei stehenden Haus. Nachteile: Der Gestaltung sind Grenzen gesetzt. Reihenmittelhäuser besitzen nur an zwei Seiten Fenster, Bäder und WC-Räume oft gar keine. Der Garten ist klein, Ruhezonen im Grünen sind begrenzt. Gegenseitige Rücksichtnahme unter den Nachbarn ist Voraussetzung. Prestigewert und Wertentwicklung fallen deutlich niedriger aus als beim frei stehenden Eigenheim. Das Bauen in der Gruppe erfordert einen hohen Aufwand zur Koordinierung der Leistungen aller Bauherren. Das Doppelhaus Vorteile: Es ist der Kompromiss zwischen frei stehendem Eigenheim und Reihenhaus. Der Grundstücksbedarf für eine Doppelhaushälfte ist geringer als beim frei stehenden Eigenheim, meist genügen 300 Quadratmeter. Die Baukosten sind um rund 5 Prozent geringer als beim frei stehenden Eigenheim. Bei der Erschließung können durch gemeinsame Anschlüsse an die Wasser-, Abwasser oder Gasleitungen einige Tausender gespart werden. Auch im Unterhalt ist die Doppelhaushälfte günstiger als das frei stehende Eigenheim, weil sie zumindest an einer Gebäudeseite vor Wind und Wetter geschützt ist. Doppelhäuser sind besonders gut für das gemeinschaftliche Bauen geeignet und bieten viele Möglichkeiten für Eigenleistungen. Nachteile: Bei der Grundrissplanung und Ausrichtung des Gebäudes sind Kompromisse nötig. Der Kontakt zum Doppelhausnachbarn ist zwangsläufig enger, ein gutes Einvernehmen während des Baus und für die Zeit danach ist erforderlich. Bei gemeinschaftlicher Erschließung und gemeinsamer Gartennutzung sollten die Rechte und Pflichten vertraglich geregelt sein. Tipp: Legen Sie Wert auf guten Schallschutz zwischen den Häusern und auf eine Raumplanung, die Störungen weitgehend ausschließt. Wand an Wand sollten Hauswirtschaftsräume, Bäder und Toiletten sowie Küchen liegen. Architekten- oder Fertighaus? Die Mehrheit der Deutschen schätzt individuelles Bauen. Dies ist mit einem Architektenhaus am ehesten möglich, Aber auch die Angebote der Fertighausindustrie beweisen, dass Individualität nicht zu kurz kommen muss. Beim Preis spielen in beiden Fällen die eingesetzten Materialien und Wünsche des Bauherren die entscheidende Rolle, weniger die Art der Bauweise. Ein Kompromiss zwischen Architektenhaus und Fertighaus ist der Bau eines Hauses durch einen Bauträger. Die Vor- und Nachteile dieser Möglichkeiten auf einen Blick: Das Architektenhaus Vorteile: Individuell geplanter Hausbau eignet sich besonders für frei stehende Eigenheime und Doppelhäuser. Die Ausführung erfolgt meist im Massivbau, was eine hohe Wertbeständigkeit der Häuser ermöglicht. Weil die Vorstellungen des Bauherrn von Anfang an in die Planung eingehen, ist eine Abschätzung des Kostenrahmens möglich. Eigenleistungen des Bauherren können eingeplant und mit der Bauausführung koordiniert werden. Nachteile: Die Baukosten können ausufern, wenn der Kostenrahmen nicht eindeutig bestimmt und Bauzeiten überschritten werden. Der Baufortschritt ist von Wind und Wetter abhängig. Trotz Beauftragung eines Architekten müssen Bauherren viel Zeit aufwenden, um die Arbeiten zu kontrollieren und den Bau zu überwachen. Das Fertighaus Vorteile: Fertighäuser gibt es für jeden Geldbeutel. Die Bauzeit ist kurz, wegen der Vorfertigung der Elemente ist Fertigbau von Witterungseinflüssen relativ unabhängig. Fertighäuser sind bei renommierten Anbietern meistens geprüfte Niedrigenergiehäuser. Nachteile: Noch immer liegt das Image des Fertighauses unter dem des Massivhauses, obwohl Qualitätsanbieter 30 Jahre Garantie für die tragenden Teile des Hauses gewähren. Billiger als individuell geplante Häuser vorn Architekten sind Fertighäuser in der Regel nicht. Im Gegenteil: Wer individuelle Wünsche verwirklichen will, zahlt gegenüber der Standardvariante oder dem Musterhaus immer drauf. Preisaufschläge gehen besonders dann ins Geld, wenn mit den Änderungen Eingriffe in die Statik erforderlich sind. Für die Finanzierung wichtig: Bei der Festsetzung der Beleihungsgrenze machen die Banken bei Fertighäusern gegenüber Massivhäusern Abstriche. Folge: Der Fertighaus-Interessent muss meist 30 Prozent Eigenkapital mitbringen. Was ist ein Bauträgerhaus? Bauträger errichten Häuser oder Wohnanlagen - meist in Massivbauweise -, um die Domizile vor Baubeginn, während des Baus oder nach Fertigstellung zu verkaufen. Vorteile: Bauherren müssen weder auf Grundstückssuche gehen noch sich um Architekten, noch Baufirmen kümmern. Lästige Behördengänge und langwierige Genehmigungsprozesse entfallen für den Käufer, sie wurden oder werden vom Bauträger erledigt. Die bei Massivhäusern sonst übliche Planungsphase entfällt. Der Bauträger sagt die Fertigstellung zu einenm bestimmten Termin zu einem vereinbarten Preis zu. Sonderwünsche können berücksichtigt werden - je eher der Bauherr sie anmeldet, desto einfacher und billiger. Bauträgerobjekte sind meist Bestandteil von Wohnanlagen oder Wohnparks. Sie verfügen oft über Gemeinschaftseinrichtungen wie Spielplätze, Tiefgaragen und Einkaufsmöglichkeiten. Sie können kostengünstig erschlossen werden und sind meist gut an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen. Nachteile: Befindet sich die Anlage noch in einem frühen Baustadium oder gar erst in der Planung, fällt die Beurteilung der Qualität schwer. Trotz vereinbarter Fertigstellungstermine ist der Einzugstermin nicht sicher, es sei denn, es handelt sich um ein bereits auf Vorrat fertiggestelltes Objekt. Dann ist Eigenleistung aber nicht möglich. |