Baukosten senken - auf die Strategie kommt es an !

Verzichten Sie auf einen Keller

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Maßnahmenbeschreibung Querinfos


Wenn Sie auf eine Unterkellerung Ihres Neubaues verzichten, können Sie mitunter eine ganze Menge Geld sparen. Sie dürfen allerdings nicht den Fehler machen, von der Einsparung der kompletten Kosten des Kellers auszugehen. Die im ausgebauten Keller geschaffenen Flächen sind, wenn Sie denn wirklich benötigt werden, die mit Abstand am preiswertesten zu realisierenden Flächen.

Welche Kosten eines Kellers spart man denn nun unter dem Strich. Die folgenden Betrachtungen zeigen über stark gerundete Beträge die Größenverhältnisse der entfallen oder zusätzlich entstehenden Kostenblöcke auf. Eine genaue Betrachtung muss an Ihrem tatsächlichen Bauvorhaben erfolgen.

Kosten mit Keller

Basis : Vollkeller (100 m2 Bruttofläche, ca. 50 m2 wohnraumähnlich ausgebaut)

100 m2 Gründung (Baugrube, Streifenfundamente, leichte Bodenplatte) 8.000 Euro

50 m3 Bims-Kellermauerwerk, abgedichtet 10.000 Euro

100 m2 Kellerdecke (Stahlbeton) 6.500 Euro

Fenster, teilweise Wohnraumfenster 2.500 Euro

Putz, Estrich 5.000 Euro

Innen- und Außentreppe 5.000 Euro

Installationen (Heizung, Sanitär, Elektro) 6.000 Euro

Innenausbau (Bodenbeläge, Anstrich, Innentüren) 7.000 Euro

Summe 50.000 Euro



Kosten ohne Keller

100 m2 Gründung (Streifenfundamente, bewehrte Bodenplatte) 8.000 Euro

Flächen für Haustechnik in Wohngeschossen (10 m2) 15.000 Euro

Summe 23.000 Euro



Ersparnis 27.000 Euro



Wenn wirklicher Bedarf für die im Keller geschaffenen ausgebauten Flächen besteht (Hobby, Fitness, Werkraum, Kellerbar, Gästeräume usw.), dann können diese Flächen zu einem extrem günstigen Preis realisiert werden (unter 500 Euro/m2). Man gewinnt eine Menge Stauraum für Dinge, die man sonst in den Wohngeschossen, in der Garage oder in einem Gartenhaus unterbringen müsste. Fazit: Ein Keller bringt schon erhebliche Vorteile, er kostet aber auch eine ganze Menge Geld. Die Entscheidung "Keller ja oder nein" ist leider eine der klassischen, endgültigen Entscheidungen. Die Entscheidung ist nicht korrigierbar!

Man kann auch die alternative Überlegung anstellen, was kann man in den oberirdischen Räumen alles weglassen, wenn man einen ausgebauten, gut belichteten Vollkeller baut (z.B. Hausarbeit, Gästezimmer, Fitness). Vielleicht kann auf diese Weise das eigentliche Haus deutlich kleiner gebaut werden. Dann könnte die Kostenbilanz ganz anders aussehen.

Wichtiger Hinweis:

Es gibt einen Grund, keinesfalls auf einen Keller zu verzichten. Wenn Sie planen, Ihr Haus später einmal zu verkaufen, ist der vorhandene Keller ein sehr wichtiges Verkaufargument. Beim Immobilienverkauf ist ein nichtvorhandener Keller ein gravierender Mangel. Das hat nichts mit handfest bewertbaren Kriterien zu tun. Die weit überwiegende Gruppe der deutschen Immobilienkäufer erwartet einfach, dass ein Eigenheim einen Keller besitzt. So ist der Markt !

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