Bauen Sie zwei Häuser auf ein Grundstück |
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| Maßnahmenbeschreibung | Querinfos |
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Die Grundstückskosten entwickeln sich mehr und mehr zu dem dominierenden Kostenfaktor. Die Größe eines Grundstückes kann nur in den seltensten Fällen dem tatsächlichen Bedarf angepaßt werden. Hauptproblem ist zumeist, überhaupt ein geeignetes, bezahlbares Grundstück zu finden. Ob ein nach langer Suche gefundenes Grundstück dann eigentlich etwas zu klein oder aber deutlich zu groß ist, erscheint sekundär. Die Vorstellungen vom Eigenheim werden dann eben, soweit irgend möglich, an die Vorgaben des Grundstücks angepasst. Wenn das Traum-Grundstück in guter Lage - bei einem Quadratmeterpreis von vielleicht 200 Euro - nun statt der gesuchten 400 m2 aber 700 m2 groß ist, entsteht ein Kostenproblem. Das Grundstück ist einfach 60000 Euro zu teuer. Im Mietwohnungsbau kompensiert man dies, indem man das größere Grundstück mit einer größeren vermietbaren Wohnfläche optimal ausnutzt. Das ganze Projekt wird dadurch eine Nummer größer. Die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme muss darunter aber nicht unbedingt leiden - im Gegenteil. Beim Eigenheim sieht das anders aus. Hier hat man ja keine Erlöse aus einer realisierbaren, größeren vermieteten Fläche zu erwarten. Es gibt aber zumeist einen Ausweg : Man beteiligt einen weiteren Bauherren an den Kosten des größeren Grundstückes. Hierdurch spart man sogar überproportional viel Geld, weil größere Grundstücke meistens einen etwas geringeren Quadratmeterpreis haben. Jetzt auf dem großen Grundstück ein konventionelles Zweifamilienhaus mit zwei Wohnungen zu bauen ist natürlich für einen Bauherren, der ein eigenes Haus mit Garten möchte, keine Lösung. Die Lösung heißt Doppelhaus. Wenn aber von Seiten der Gemeinde die Erlaubnis zur Grundstücksteilung verweigert wird, bleibt immer noch die Möglichkeit des Teileigentums. Beide Bauherren haben dann Teileigentum am formell ungeteilten großen Grundstück und damit entsprechend auch an den Aufbauten. Besitzt das Grundstück eine zu schmale Straßenfront, lässt es sich vielleicht parallel zur Straße "aufteilen". Ein heute typisches 800 m2-Baugrundstück ist 20 m breit und besitzt eine Tiefe von 40 m. Konventionell geteilt, entstehen dann 2 Grundstücke von 10 x 40 m, die klassischen Handtuch-Grundstücke. Parallel geteilt entstehen zwei schön geschnittene Parzellen mit 20 x 20 m. Ein Garten liegt vor der mittig angeordneten Doppelhausgruppe zur Straße, der andere Garten hinter den Häusern. Diese Möglichkeiten der Bebauung mit zwei Objekten müssen Sie natürlich mit der Baubehörde auf die Genehmigungsfähigkeit hin abklären, unbedingt vor Abschluss des Kaufvertrags. Einwände von dieser Seite oder aus der Nachbarschaft sind natürlich nie auszuschließen. Als Besitzer eines zu großen Grundstückes haben Sie es in der Hand, den in Ihrem Besitz verbleibenden Grundstücksanteil genau so groß zu bemessen, wie Sie es wünschen oder Ihr Budget es zulässt. Auf das vorgenannte Beispiel übertragen, würden Sie von den 700 m2 etwa 400 m2 behalten und an den Mitbauherren 300 m2 verkaufen. |