Anders als andere eigenständige Rechtsgebiete ist das Recht der Vergabe
öffentlicher Aufträge (Vergaberecht) nicht in einem Gesetz zusammengefasst,
sondern besteht aus einem schwer überschaubaren Gebilde zahlreicher Regelungen,
einschließlich des Europarechtes. Architekten, Ingenieure und Bauunternehmungen
müssen die Strukturen des Vergaberechtes kennen und sich auf neue Verfahren
einstellen, um ihre Chancen bei der Auftragsvergabe nutzen zu können.
"Auftragsvergabe nach der VOL/A und VOF" vermittelt einen Überblick über
die Verdingungsordnungen sowie die Veränderungen durch das im GWB (Gesetz
gegen Wettbewerbsbeschränkung) verankerte Vergaberechtsänderungsgesetz und
verhilft zu mehr Rechtssicherheit bei öffentlichen Ausschreibungen.
Das Handbuch zur Vergabe öffentlicher Aufträge im Liefer- und Dienstleistungsbereich
gliedert sich in fünf Kapitel. Nach einer Einführung in das Wesen der öffentlichen
Auftragsvergabe und deren Entwicklung im europäischen Raum erläutern die Autoren
im zweiten Kapitel die unterschiedlichen Vergabeverfahren. Dabei werden besonders
die Wettbewerbsbedingungen, die Leistungsbeschreibung und die Angebotswertung
behandelt. Das dritte Kapitel widmet sich den Gestaltungsmöglichkeiten in
ausgewählten Fällen wie z. B. Dienstleistungskonzessionen, Forschungs- und
Entwicklungsverträge und die Vergabe an organisationsprivatisierte Auftragnehmer.
Den verbesserten Rechtsschutz im Vergabeverfahren erläutert das vierte Kapitel.
Verdeutlicht wird insbesondere die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen.
Abschließend führt das Buch die Rechtsgrundlagen im Wortlaut auf.
Dieses Werk ist ein praxisorientierter Leitfaden für alle, die mit dem
Vergaberecht arbeiten, und vermittelt Grientierung und Rechtssicherheit
innerhalb der aktuellen gesetzlichen Änderungen. Architekten, Ingenieure
und Bauunternehmungen erhalten Hilfestellung bei der Beschaffung von Aufträgen
und der Vermeidung von Haftungsfällen.