Sie sind Schutz und Zier zugleich - geschmiedete Geländer, Gitter und Zäune gehören
zur Visitenkarte von Gebäuden. Ihre gestalterische Ausstattung setzt Akzente und prägt
den Charakter vieler Häuser. Prof. Klaus Pracht, Fachbereich Architektur an der
Universität Hannover, gibt in seinem Buch "Geländer, Gitter und Zäune aus Metall"
einen Überblick über die Vielfalt dieser Bauteile aus geschmiedetem und gestaltetem
Metall. Es wird deutlich, wie sich durch sorgfältige Ausarbeitung von Details diese
oft als notwendiges Übel betrachteten Schutzelemente sinnvoll in eine Gebäudeanlage
integrieren lassen. Das Buch dokumentiert anschaulich eine Fülle verschiedener
Gestaltungsmöglichkeiten, die durch die Formbarkeit des Materials und Verbindungstechniken
gegeben sind. Die künstlerischen und handwerklichen Freiheiten finden allerdings ihre
Grenzen in den Sicherbeitsbestimmungen, auf die in Einzelfällen verwiesen wird.
"Geländer, Gitter und Zäune aus Metall" gliedert Prof. Klaus Pracht zunächst in die
Kapitel Stufen-, Treppen-, Brüstungs-, Balkon- und Brückengeländer. Jeweils nach
Konstruktionsart geordnet, findet der Leser auf einer Doppelseite mehrere Beispiele,
die zum Vergleichen und Nachbauen anregen sollen. Detailzeichnungen heben das Typische
einer Form hervor und ermöglichen eine Gegenüberstellung der Objekte. Außerdem beschäftigt
sich der Autor mit Eingangs-, Fenster-, Fassaden-, Trenn- und Schutzgittern. Zäunen
widmet er ein eigenes Kapitel und stellt neben klassischen auch experimentelle
Ausführungen vor, zum Beispiel extreme Endbetonungen der Pfosten und Stäbe.
"Geländer, Gitter und Zäune aus Metall" würdigt anhand der zahlreichen Darstellungen
den Einfallsreichtum von Metallbauern und Architekten und inspiriert zum Weiterführen
und -bauen. Es macht deutlich, dass diese Bauteile, über die reine Schutzfunktion hinaus,
dank anspruchsvoller Gestaltung wahre Schmuckstücke in und an Gebäuden sein können.