Baukosten senken - auf die Strategie kommt es an !

Änderungs- und Zusatzarbeiten kommen teuer

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Maßnahmenbeschreibung Querinfos
Über eins muß sich der Bauherr immer klar sein. Im Falle von nachträglichen Änderungs- oder Zusatzarbeiten steht er sich aus folgenden Gründen meistens schlecht:

- Die erforderlichen Entscheidungen sind unter Zeitdruck zu treffen. Ein Gewerk muß abgeschlossen werden und Folgehandwerker stehen schon bereit. Zeit für Überlegung oder Alternativangebote bringen Zeitverzug.

- Verursacher für Änderungs- und Zusatzwünsche ist meistens der Bauherr. Der Unternehmer ist sich seiner starken Position bewußt. Der Bauherr ist Bittsteller und kann froh sein, wenn der Unternehmer die Wünsche überhaupt umsetzt. Der Unternehmer hat zumeist gute Argumente, warum diese Änderungen überproportionale Kosten verursachen.

- Der Wettbewerb ist normalerweise ausgeschaltet. Die Preise für Änderungen werden, wenn keine passenden LV-Positionen vorhanden sind, ohne Konkurrenz kalkuliert.

- Durchgeführte Änderungs- und Zusatzarbeiten ohne klare Kostenabsprache vor der Ausführung werden in der Regel überteuert abgerechnet.

Wichtigste Konsequenz ist die folgende Erkenntnis :

Änderungs- und Zusatzarbeiten müssen unbedingt vermieden werden ! Der Kosteneinfluß dieser Arbeiten ist immer überproportional hoch !

Die Kalkulation wenig seriöser Unternehmer basiert darauf, unklare Vorgaben in den Ausschreibungs- und Vergabeunterlagen zum eigenen Vorteil auszunutzen. Bei unvollständiger Ausschreibung, fehlender Detailplanung oder unpräziser Baubeschreibung wird unter Einplanung minderwertiger Materialien in den unklar geregelten Bereichen der Auftrag zu einem billigen Angebotspreis ergattert.

Nachdem der Auftrag im Haus ist, werden von Beginn an diese Schwachpunkte in den Vorgaben einer nach dem anderen aufgegriffen und eine eilige Entscheidung des Bauherren gefordert. Die Nachteile der "kalkulierten und beauftragten" Materialien werden mit Hingabe herausgestellt und die Vorzüge der "teureren Alternativen" geschildert. In den meisten Fällen wird der Bauherr dann zu den besseren Alternativen greifen und in vielen kleinen Positionen oftmals nur geringe Mehrkosten in Kauf nehmen. In Summe hat er es dann am Ende leicht mit einer Erhöhung des Auftragswertes um 20 oder 30 % zu tun.

2012 Dipl.Ing. Hans-Peter Schmitz, Erftstadt   Homepage  Email