Freisetzen von Reserven im Kostenplan |
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| Ratgebertext | |
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In jedem Kostenplan gibt es Einzelpositionen, die scharf kalkuliert sind; gleichermaßen
finden sich Positionen, die weniger eng bemessen sind. Der Bauherr kann gezielt versuchen,
die Positionen, die - zumeist herrührend aus Unsicherheiten in der Planungsphase - mit gewissen
Reserven kalkuliert worden waren, durch Einholung konkreter Angebote schärfer zu fassen und
somit die evt. vorhandenen Kalkulationsreserven freizusetzen.
Der Einsatz von Material-Sonderangeboten kann oft zu entscheidenden Verringerungen der Kosten einzelner Gewerke beitragen. Hierbei sollte man allerdings vorsichtig sein und, wenn möglich, bekannte Markenqualitäten beim Einkauf bevorzugen. Die Gefahr, mit Sonderangeboten minderwertige Materialien zu erstehen, sollte nicht unterschätzt werden. Durch den erforderlich werdenden Austausch bereits eingebauter Gegenstände kann sehr viel Geld verloren gehen; schließlich müssen die Materialkosten und die Lohnkosten zweimal getragen werden. Es hat wenig Sinn, plötzlich aufgetretene Kostenverteuerungen mit einer Gewaltaktion in ein oder zwei anderen Gewerken einsparen zu wollen. Der hier beschriebene Weg sollte vielmehr ein stetiger Prozeß bei der Aktualisierung der Kostenplanung sein. Durch überprüfung von Einzelgewerken sind nur jeweils relativ geringe Beträge einzusparen, wenn die Ausführungsqualität grundsätzlich beibehalten werden soll. |