Baukosten senken - auf die Strategie kommt es an !

Reduzieren der Ausstattungsqualität

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Ratgebertext
Diese vorgeschlagene Maßnahme beinhaltet, eine im Kostenplan vorgesehene Ausführungsqualität durch eine weniger hochwertige Ausführung zu ersetzen. Diesen Entschluß wird der Bauherr insbesondere dann treffen, wenn erhebliche Kostenüberschreitungen in einem Teilbereich dies erfordern. Zu beachten ist, daß den eingesparten Kosten am Ende auch ein geringerer Wert des fertigen Objekts gegenübersteht. Möglichkeiten für diese Einsparungen gibt es im Bereich der Ausbaugewerke reichlich. Das heißt für den Bauherren: Diese Maßnahme bietet sich als der letzte Rettungsanker bei aufgetretenen Kostenüberschreitungen gegen Ende der Bauaktivitäten an.

Ist mein Haus dann am Ende weniger Wert ?

Zum geringeren Endwert des Neubaues bei einer zwischenzeitlichen Herabsetzung des Qualitätsstandards sei noch ein wichtiger Aspekt angemerkt. Gemessen am erzielbaren Verkaufserlös der Immobilie ist das Haus objektiv nur dann weniger wert, wenn die gute Gebrauchsqualität in eine minderwertige Ausführung geändert wird. Wird jedoch die vorgesehene Luxus-Qualität in die gute oder sehr gute Gebrauchsqualität abgemindert, wird das Objekt nicht im Maße der Kosteneinsparungen an Wert verlieren.

Dies ist darauf zurückzuführen, daß die meisten Kaufinteressenten nicht bereit sind, eingebaute Luxusausstattungen zu dem Preis zu übernehmen, der vom Bauherren zu bezahlen war. Hat der Bauherr z.B. für speziell angefertigte Stilzimmertüren aus echtem Nußbaumholz zu mehr als 1000 Euro gegenüber 200 Euro für Standardtüren bezahlt, wird er es sehr schwer haben, diesen Mehrpreis beim Verkauf des Hauses in voller Höhe durchzusetzen. Nicht alle Kaufinteressenten teilen den Geschmack des Anbieters und sind demzufolge, insbesondere in konjunkturellen Flauten, nur selten bereit, die Vorlieben des Verkäufers mit dem vollen Preis zu honorieren.

Ist eine Luxusausstattung wirklich sinnvoll ?

Jeder der mit dem Gedanken spielt, zu einem späteren Zeitpunkt sein Haus zu verkaufen, sollte sehr gut überlegen, ob die besonders luxuriösen oder ausgefallenen Ausstattungsdetails erforderlich sind. Dies soll aufzeigen, daß es ab und zu nützlich sein kann, zu prüfen, ob man die eigenen Qualitätsansprüche nicht etwas zu hoch angesetzt hat. Sollte dies der Fall sein, läßt sich mancher verplante Euro vielleicht sinnvoll einsparen und als zusätzliche Reserve gewinnen. Auch hier müssen Gewalteinsparungen an Einzelpositionen vermieden werden, will man sich die Freude am neu gebauten Haus nicht verderben. Es gilt auch hier, daß sich Einsparungen kleiner Beträge an vielen Einzelpositionen zu einer erheblichen Gesamteinsparung addieren können.

(C) 2000 Dipl.Ing. Hans-Peter Schmitz, Erftstadt   Homepage  Email